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Image Nicht nur an Land sondern auch im und am Wasser stehen die Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. Durch die immer häufiger auftretenden Unwetter bzw. Starkregenereignisse und den daraus resultierenden Hochwasserkatastrophen hat der Wasserdienst gerade in den letzten Jahren innerhalb der Feuerwehr seinen Stellenwert erhöht. Auch ist der weit verbreitete Mythos „Wasserdienst ist Zillenfahren“ bereits Vergangenheit und wird in unserem Bezirk als vollwertiges Sachgebiet angesehen.

Die Fähigkeit auch auf Gewässern umfangreiche Hilfsmaßnahmen setzen zu können, ist aufgrund der Teiche, Seen und Gewässer, die es im Bezirk gibt, unumgänglich. Hier sind besonders Rettungs- und Umweltschutzeinsätze, wie zum Beispiel das Eindämmen und Binden von Verunreinigungen, hervorzuheben. Auch ist es wichtig die Gefahren des Wassers zu kennen und diese einschätzen zu können.

Gefordert ist der Wasserdienst auch bei den Einsätzen des bezirks- und landesübergreifenden Katastrophenhilfsdienstes (KHD). Hier kommen auf unseren Bezirk, auf die sogenannten „Hinterlandfeuerwehren“, besondere Aufgaben zu. (Zu den „Hinterlandfeuerwehren“ zählen jene Wehren, die nicht an die Donau grenzen.) Vor größeren Hochwasserereignissen, die in der heutigen Zeit durch die Prognosen und den Wettervorhersagen schon oft rechtzeitig erkannt werden können, werden den 6. KHD-Zügen (Wasserdienstzügen) Aufgaben, wie zum Beispiel der Aufbau eines mobilen Hochwasserschutzes, zuteil, die nur von besonders geschulten Feuerwehrmitgliedern aufgestellte werden können.

Auch können bei länger andauernden Katastrophen zur Ablöse der örtlichen Kräfte Zillenfahrer zur Notversorgung der Bevölkerung angefordert werden. Weiters können die Feuerwehren, die beim 6. KHD-Zug sind und die Gefahren des Wassers kennen, bei plötzlichen Starkregenereignissen im Bezirk angefordert werden. Sie dienen dem örtlichen Einsatzleiter als Unterstützung und können ihn mit fundamentiertem Hintergrundwissen beraten.

Es gibt seit 2010 eine neue Ausbildungsvorschrift für den Wasserdienst. Grundlegend ist die Ausbildung in der Feuerwehr, bei der die Kameraden die Knoten und den Umgang mit Sandsäcken erlernen sollen. Weiters gibt es das Modul „Grundlagen Wasserdienst – WD10“, das von der Landesfeuerwehrschule angeboten und im Bezirk abgehalten wird. Dies ist die Voraussetzung aller anderen Wasserdienstkurse. Danach gibt es vier Ausbildungsschienen. Diese Schienen sind:

  • Zillenausbildung:
    • Fahren mit der Feuerwehrzille – WD20
    • Abschluss - Fahren mit der Feuerwehrzille – ASMWD20
    • Arbeiten mit der Feuerwehrzille – WD30

  • Bootsausbildung:
    • Bootsmannausbildung – WD45
    • Schiffsführerpatent – auf zivilrechtlichem Wege zu erlangen und Voraussetzung für den Feuerwehrschiffsführer
    • Feuerwehrschiffsführer – WD50

  • Katastrophenhilfsdienst (KHD)
    • Objektschutz und Stegbau – KHD10
    • Dammschutz – KHD20
    • Mobile Hochwasserschutzsysteme – KHD30
    • Objektschutz und Uferschutzmaßnahmen für Führungskräfte – KHD

  • Gewässerverunreinigung
    • Gefahrenabwehr – SD10
    • Ölwehr 1 – SD60

Die Sachbearbeiter auf Bezirks- und Abschnittsebene sowie das junge Ausbildungsteam, das seit 2008 in unserem Bezirk langsam aufgebaut wird, besuchen laufend Kurse in der Landesfeuerwehrschule in Tulln, verbringen viel Zeit auf dem Wasser, um die erlernten Fähigkeiten zu vertiefen, und nehmen an den Wasserdienstleistungsbewerben in Niederösterreich und den umliegenden Bundesländer teil. Auch werden von den Sachbearbeitern die vorhandenen Zillen im Bezirk bestens gewartet und notfalls auch repariert.


Im Bezirk gibt es auch schon Feuerwehrschiffsführer, die bei Einsätzen auf der Donau herangezogen werden können. Hierfür absolvieren sie jährlich eine Fortbildung, die vom Bezirk organisiert wird und in Sarling an der Donau stattfindet.

Weiters finden jedes Jahr einige Bezirkswasserdienstleistungsbewerbe und auch ein Landeswasserdienstleistungsbewerb statt. Die Landeswasserdienstleistungsbewerbe werden ein Jahr auf der Donau und im darauffolgenden Jahr auf einem anderen Gewässer abgehalten, wobei bei den Bewerben auch die Uferseiten jährlich gewechselt werden. Bei den Bewerben werden von den Zillenbesatzungen des Bezirks mittlerweile gute Ergebnisse eingefahren und die Freundschaften rund um den Wasserdienst vertieft.

Das gesetzte Ziel ist es daher, das Wissen um die „Gefahr“ Wasser bekannt zu machen und dabei wirksame Lösungskonzepte anzubieten.
Schulungen für die KHD-Zugskommandanten und den Führungsstab sowie ein breitgefächertes Lehrgangsangebot machen die Umsetzung dieser Idee möglich.

BSB Markus Thurner
Bezirkssachbearbeiter Wasserdienst
 

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