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Wasserdienstleistungsabzeichen in "Gold" |
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Bewerbe -
FLA Allgemein
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Geschrieben von Norbert Stangl
am
Freitag, 31. Dezember 2010
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Wie beim Feuerwehrleistungsabzeichen steht auch das
Wasserdienstleistungsabzeichen in „Gold“ als höchste zu erreichende
Stufe. Für den Erwerb sind ein intensives Training und ein hoher
Ausbildungsstandard notwendig. Der Bewerb fordert das Letzte der
Teilnehmer und ein alleiniges Beherrschen der Feuerwehrzille.
Voraussetzung ist das Modul „Arbeiten mit der Feuerwehrzille – WD30“,
das nur in der Landesfeuerwehrschule in Tulln angeboten wird
Bewerbsdisziplinen:
Disziplin Fragen: Der Bewerber hat drei Stationen, bei denen der
Bewerber aus den oben angeführten Gebieten aus je 80 Fragen fünf Fragen
zieht und für die Beantwortung fünf Minuten Zeit hat. Für jede Frage
gibt es je nach Vollständigkeit 0,1 oder 2 Punkte von jedem der zwei
Bewerter. Der Bewerber kann insgesamt 60 Punkte erreichen.
Disziplin Seilknoten: Der Bewerber zieht eine Karte, auf der fünf
von 13 Knoten und ein Bund von vier Bünden vermerkt sind. Der Bewerber
sucht dann aus den vorhandenen Leinen die richtige Leine (Länge und
Stärke) heraus und hat anschließend zehn Minuten für die Durchführung
Zeit, wobei er die Reihung der Durchführung selbst wählen kann. Für
einen richtigen Knoten bzw. für den richtigen Bund gibt es 1,5 bis 2
Punkte. Der Bewerber kann insgesamt 20 Punkte erreichen.
Disziplin Zillenfahren: Die Bewerbsstrecke ist in der beigestellten
Feuerwehrzille zu durchfahren, wobei die Ruderart „stehend rudern“ bzw.
„schiebend“ ist.
Zur Wertungsfahrt ist eine ca. 300 Meter lange „Schubstrecke“ zu
bewältigen. Am Ende ist das Schwimmholz richtig aufzunehmen und die
Zille abzudrehen.
Bei der „Ruderstrecke“ (Nauwärtsfahrt) wird die Zillengasse wasserseitig
gerade ohne zu drehen durchfahren. Beim letzten Tor ist auch das
landseitige Tor stromaufwärts zu durchfahren. Danach ist am
Schwemmerbalken (ein Eisengestell mit drei Ringen) wasserseitig, das
Kranzel in die Strömung gerichtet, mit dem Schiffshaken anzuhaken.
Weiters wird darauf geachtet, dass die Zille richtig abdreht und in
weiterer Folge am Wasserfahrzeug (fix verheftete Zille), wieder das
Kranzel in die Strömung gedreht, landseitig anlandet und sich der Fahrer
im markierten Bereich festhält. Nach dem Abdrehen ist das Zieltor zu
passieren. Die Fahrzeit wird gestoppt.
Zum Errechnen des Limits werden alle Zeiten der gewerteten Bewerber
(auch Gäste) herangezogen. Die zwei besten und die zwei schlechtesten
Zeiten werden gestrichen. Bei weniger als zehn Teilnehmern werden nur
die beste und die schlechteste Zeit gestrichen. Von den nun
verbleibenden Zeiten wird das arithmetische Mittel errechnet. Zu diesem
Mittel werden 20 Prozent hinzugerechnet. Diese Zeit ist das Limit. Das
Limit wird mit 100 Punkten bewertet. Zur Umrechnung der von den
Bewerbern erreichten Fahrzeit in Punkte wird die Zeitdifferenz zum Limit
in Punkte umgerechnet und der Zahl 100 zugezählt oder abgerechnet. Für
Fehler werden Strafpunkte (je nach Fehler 5 oder 10 Punkte) abgezogen.
Dies ergibt die in der Disziplin „Zillenfahren“ erreichte Punkteanzahl.
Der Bewerber scheidet
- beim Verlassen der Zille
- beim Überfahren einer Boje oder eines Schwimmholzes
- beim Nichteinfangen des Schwimmholzes vor der ersten Gassenzille
- beim nicht vorschriftsmäßigen Passieren einer Gassenzille
- beim nicht vorschriftsmäßigen Passieren eines Tores oder
- beim Verlassen der Bewerbsstrecke
aus dem Bewerb aus.
Golddisziplin:
Für Kameraden, die Gold bereits absolviert und erfolgreich bestanden
haben, gibt es den Bewerb „Golddisziplin“ mit einer eigenen Wertung, bei
dem nur mehr die Bewerbsstrecke zu fahren ist und keine Knoten und
Fragen beantwortet werden müssen.
  
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