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Einsatzbilanz der NÖ Feuerwehren 2014 Drucken E-Mail
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Geschrieben von Redaktion  am  Freitag, 27. Februar 2015
einsatzbilanz_2014_n8a9434Es war ein Jahr der Katastrophen

2014 war ein Jahr der Katastrophen - nicht nur in Niederösterreich. Vor allem vier Schauplätze sorgten im Vorjahr für nationale und internationale Schlagzeilen.
Die größte Aufmerksamkeit galt den massiven Unwettern in mehreren nö. Landesteilen, der Eiskatastrophe mit großflächigen Stromausfällen in Slowenien, der Jahrhundertflut in Bosnien sowie der Eiskatastrophe im Waldviertel. In allen Fällen konnten die freiwilligen Feuerwehren nicht nur große Not lindern, sondern auch viele Menschenleben retten.

Wieder mehr Einsätze: 64.691 Alarmierungen

Insgesamt wurden die 1640 freiwilligen Feuerwehren sowie die 89 Betriebsfeuerwehren im Vorjahr zu insgesamt 64.691 Notfällen alarmiert - eine Steigerung um 0,3 Prozent. Vor allem im Bereich des Katastrophenschutzes haben sich die Feuerwehren als unverzichtbarer Partner der von Überschwemmungen, Sturmschäden oder Stromausfällen geplagten Bevölkerung etabliert.

So mussten die Feuerwehren nach sintflutartigen Regenfällen alleine in Niederösterreich 2877 (+588/25,7%) Häuser, Keller oder Betriebsgebäude auspumpen, aber auch nach heftigen Stürmen 3711 (+2163/140%) auf Dächer, Stromleitungen und Straßen gestürzte Bäume beseitigen.

Katastrophenhilfe im In- und Ausland

Das professionelle Handwerk und das hohe Engagement der NÖ Feuerwehren im Katastropheneinsatz hat sich längst auch im Ausland herum gesprochen. Das hat im Vorjahr dazu geführt, dass mehrere Feuerwehreinheiten aus NÖ nach Slowenien (Eiskatastrophe) und Bosnien (Jahrhundertflut) verlegt wurden.

Nicht nur diese Einsätze haben dramatisch vor Augen geführt, dass jeder investierte Euro in modernes Einsatzgerät für den Katastrophenschutz (Großpumpen, leistungsfähige Stromgeneratoren, Rettungsboote, Kräne, Spezialfahrzeuge, etc.) bestens angelegt ist. Aus diesem Grund wird der NÖ Landesfeuerwehrverband seine schlagkräftige Geräte- und Fahrzeugflotte weiter verstärken. Dies auch deshalb, da renommierte Klimaforscher weiterhin eine deutliche Zunahme von heftigen Naturgewalten prognostizieren.

Ein derartiges Wetterphänomen war zuletzt im Dezember des Vorjahres im Waldviertel zu beobachten. Das wurde in den letzten Tagen des Jahres nach Regen und tiefen Temperaturen unter eine dicke Eisschicht gepresst. Bäume brachen wie Zündhölzer, 150 Trafos fielen aus, 25.000 Menschen waren ohne Strom. Wieder waren es die NÖ Feuerwehren (1500 Mitglieder), die mit 29 Großstromgeneratoren, Kränen und Motorsägen den Menschen zu Hilfe kamen. Mehr als bewährt hat sich bei diesem Einsatz aber auch die langjährige Partnerschaft mit der EVN.

1953 Menschen das Leben gerettet

Abseits dieser spektakulären Ereignisse, mussten die NÖ Feuerwehren parallel dazu ihre täglichen Aufgaben erledigen. Beispielsweise 1953 Menschen nach Verkehrsunfällen aus Autowracks befreien, aus brennenden Wohnungen retten oder nach einer Abgängigkeitsanzeige stundenlang im Wald suchen. Mit 8540 Einsätzen nach Autounfällen blieben die Feuerwehren nach wie vor im Straßenverkehr massiv gefordert.

Eine weiter rückläufige Tendenz ist bei Brandeinsätzen zu bemerken. Die sind von 3790 auf 3567 (-223/6%)im Vorjahr gesunken. Dies ist nicht zuletzt dem vorbeugenden Brandschutz, wie auch der Vielzahl an Brandsicherheitswachen (14.500) bei Großveranstaltungen geschuldet.

Nachwuchs: Wieder mehr Aufnahmen

Erfreulich entwickelt sich nach wie vor der Nachwuchs bei den freiwilligen Feuerwehren. Wenngleich die Kurve bei den Neuaufnahmen nicht mehr so steil wie in den vergangenen Jahrzehnten ansteigt, so ist noch immer ein Plus in der Personenstatistik zu registrieren. 5554 (+68/1,2%) junge Burschen und Mädchen (10 bis 15 Jahre) sind derzeit in einer der über 500 Gruppen der NÖ Feuerwehrjugend aktiv.

Die freiwilligen Feuerwehren gewinnen auch bei den Frauen immer mehr an Attraktivität. 6042 (+334/6%) Damen rücken bereits Schulter an Schulter mit ihren männlichen Kollegen zu Einsätzen und Übungen aus. Fünf weibliche Mitglieder haben es bereits zu hohen Ehren gebracht - sie wurden in ihren Feuerwehren zu Kommandantinnen gewählt.

Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner blickt zuversichtlich, wenngleich auch mit gemischten Gefühlen in die Zukunft: „Die freiwilligen Feuerwehren beweisen jeden Tag, dass man sich auf sie immer verlassen kann. Trotz allem haben wir den Eindruck, bereits längst selbstverständlich geworden zu sein. Weil sich immer weniger Menschen darüber Gedanken machen, wie dieses freiwillige Feuerwehrsystem funktioniert. Nämlich nur durch großes personelles Engagement. Und das fällt immer mehr dem eigenen Egoismus zum Opfer.“ 

Quelle: noe122.at
Text: Franz Resperger/NÖ Landesfeuerwehrkommando
Foto: Matthias Fischer/NÖ Landesfeuerwehrkommando

 

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