Fortbildung Schadstoff 2026 im FSZ Tulln
Featured

Fortbildung Schadstoff 2026 im FSZ Tulln

Am 16. Oktober 2026 fand im Feuerwehr- und Sicherheitszentrum (FSZ) Tulln die jährliche Fortbildung für Bezirkssachbearbeiter (BSB) und Abschnittssachbearbeiter (ASB) Schadstoff statt. Fünf Feuerwehrmitglieder des Bezirks Wiener Neustadt nahmen an der Veranstaltung teil, um ihr Fachwissen zu vertiefen und Erfahrungen auszutauschen.

Diese Fortbildung umfasste folgende Themen:
  • Eröffnung
  • Vorstellung Schadstoffstruktur des BFKDO Wiener Neustadt
  • „Von der Übung zum Realeinsatz“
  • Nachbesprechung des Schadstoffeinsatzes vom 11.03.2026
  • Struktur des Schadstoffberatungsdienstes des NÖLFV
  • Produktpräsentationen / Fahrzeugschau
  • Vortrag von der Wasserrechtsbehörde und Gewässeraufsicht
  • Aktuelle Stunde

Nach der offiziellen Eröffnung präsentierte BSB Peter Lenauer die aktuelle Schadstoffstruktur des Bezirksfeuerwehrkommandos (BFKDO) Wiener Neustadt. Im Zentrum des Konzepts steht die flächendeckende und flexible Einsatzbereitschaft im gesamten Bezirk. Durch diese vorausschauende und modular aufgebaute Struktur mit den Abschnittsstützpunktfeuerwehren Schadstoff ist der Bezirk Wiener Neustadt bestens auf alle denkbaren Schadensfälle und Gefahrguteinsätze vorbereitet.

  • ASB Marco Kogelbauer, welcher für die Ausarbeitung der umfassenden Schadstoffübung bei der Asia Linsberg Therme verantwortlich zeichnete, gab den Teilnehmern einen tiefen Einblick in das Projekt. Mittels einer anschaulichen Präsentation vermittelte er die wichtigsten Erkenntnisse und den direkten Nutzen für die Praxis.
  • Peter Neumann, der als Abschnittssachbearbeiter (ASB) für Schadstoffe im Feuerwehrabschnitt Gutenstein sowie bei der Betriebsfeuerwehr (BTF) Essity Ortmann tätig ist, referierte über die Kernfakten zum Einsatz vom 11. März 2026 seitens des Betriebes. Als Bezirkssachbearbeiter (BSB) für das Schadstoffwesen im Bezirksfeuerwehrkommando Wiener Neustadt nutzte Peter Lenauer die detaillierte Aufarbeitung dieses Großeinsatzes, um wertvolle Erkenntnisse zugänglich zu machen. In seiner Präsentation ging er gezielt auf die strategischen, taktischen und technischen Lehren ein, die aus dem Schadstoffeinsatz gezogen und gewonnen werden konnten.
  • Feuerwehrtechniker (FT) Ing. Manfred Haslinger (Bezirkssachbearbeiter-Stellvertreter für das Schadstoffwesen) gab in seinen Ausführungen Einblicke in die organisatorische Neuausrichtung. Die weitreichendste personelle Weichenstellung betrifft das operative Team 1 des Schadstoffberatungsdienstes: Hier rückte BSB Peter Lenauer an die Stelle von Landesfeuerwehrrat (LFR) Michael Bruckmüller nach.

Nach den ersten Theorievorträgen nutzten die Teilnehmer die Zeit, um sich umfassend zu informieren und fachlich auszutauschen. An den Ständen der anwesenden Fachfirmen konnten sie sich einen Überblick über die neuesten Produkte verschaffen. BSB Peter Lenauer nutzte diese Gelegenheit auch, um sich intensiv mit dem neuen Bezirkssachbearbeiter Schadstoff des Bezirkes Neunkirchen, Thomas Posch, auszutauschen. Im Außenbereich wurde zudem eine Ausstellung von Atemluftfüllmöglichkeiten präsentiert, die von Rollcontainern über Atemluftfahrzeuge bis hin zu einem Abrollbehälter Atemluft reichte. Als besonderes Highlight wurde die neueste Generation des Abrollbehälters Schadstoff des NÖLFV vorgestellt, welcher bei der Feuerwehr Mistelbach stationiert ist

Michael Perzi, in seiner Funktion bei der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach, fungiert als wichtiges Bindeglied zwischen Behörde und Einsatzkräften.

Bei seinem Vortrag beleuchtete er die zentralen Schnittstellen der behördlichen Arbeit mit dem Feuerwehrwesen:

  • Gefahrenabwehr bei Schadstoffunfällen: Die enge Abstimmung der Gewässeraufsicht mit den Schadstoffgruppen der Freiwilligen Feuerwehren bei Öl- oder Chemieunfällen im Bereich von stehenden und fließenden Gewässern.
  • Rechtliche Rahmenbedingungen: Aufklärung über die Befugnisse und Pflichten der Einsatzkräfte im Rahmen des Wasserrechtsgesetzes (WRG) bei Gefahr im Verzug.
  • Prävention und Übungsbetrieb: Wie behördliche Vorgaben bei Übungen und Einsätzen an Gewässern praxisnah umgesetzt werden können, um den Gewässerschutz zu gewährleisten.

In der „Aktuellen Stunde“ der Fortbildung des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes gab ABI Josef Schrabauer einen Überblick zu folgenden Themen:

  • Vorstellung der Mitglieder des Arbeitsausschusses
  • Hinweis der Arbeit an einem neuen Stationierungskonzeptes
  • Neuer ÖBFV Gefahrgut-Blattler kommt im Frühjahr 2027
  • Zentrale Gasversorgung durch die ZAW
  • ARBA arbeitet der an einem Infoblatt bzw. Folder zum Einsatz von Messgeräten
  • Beschaffung Schutzanzüge Stufe 2 (Bezugnehmend auf Dräger CLF 4900 - Nutzungsdauer beachten) sowie Einstellung des Produktes. Nachfolgemodel über Bestellheft ZAW erhältlich.

Nach intensiven Vorträgen und praxisnahen Einblicken, konnten wir nach viereinhalb Stunden die Heimreise antreten.

Bericht und Fotos: BSB Peter Lenauer

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.

CookieHint and Consent by reDim GmbH (Öffnet in neuem Fenster)